Das Molekulargewicht gehört zu einer definierten Zusammensetzung
Die relative Molekülmasse ist dimensionslos. Die molare Masse ist Masse geteilt durch Stoffmenge und wird üblicherweise in g/mol angegeben. Kataloge verwenden „Molekulargewicht“ mitunter informell; bewahren Sie daher die in der Quelle genannte Größe, Einheiten und Materialform. Der Wert ist nur sinnvoll, wenn Zusammensetzung und Form des Materials klar sind. Sequenz, Salz, Hydrat, Solvat, Gegenionenzustand, terminale Modifikation oder Isotopenmarkierung können den erwarteten Wert ändern.
Übernehmen Sie deshalb keinen Molekulargewichtswert von einer ähnlich benannten Webseite für ein Produkt. Verwenden Sie ein kontrolliertes Lieferantendokument oder einen geeigneten maßgeblichen Datensatz für die genaue Form. Nennt eine Quelle eine mittlere und eine andere eine monoisotopische Masse, erhalten Sie diese Kennzeichnungen; die Werte beruhen auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen und sollten nicht in ein Feld gezwungen werden.
Eine CAS-Nummer bezeichnet einen Stoffdatensatz, kein Produktangebot
Eine CAS-Registrierungsnummer ist eine Kennung für einen chemischen Stoffdatensatz im CAS Registry. Bei korrekter Zuordnung kann sie Namen eindeutig machen. Sie identifiziert weder Verkäufer, Katalogkonfiguration, Verpackung, Charge, Qualitätsstufe, Analyseergebnis, Rechtsstatus noch Verwendungszweck.
Nicht jedes Forschungsmaterial besitzt eine einzige einfache CAS-Nummer für sämtliche Formen. Verschiedene Salze, Mischungen, Hydrate, stereochemische Formen oder modifizierte Versionen können eigene Datensätze haben oder zusätzliche Beschreibungen erfordern. Lässt sich ein CAS-Wert für die genaue angebotene Form nicht bestätigen, kennzeichnen Sie ihn als NICHT ANGEGEBEN oder PRÜFUNG ERFORDERLICH, statt einen benachbarten Wert zu übernehmen.
Namen, Sequenzen, Formeln und Formen müssen zusammenpassen
Ein belastbarer Datensatz vergleicht mehrere Felder, statt einem einzigen zu vertrauen. Formale Bezeichnung, gegebenenfalls Sequenz, Summenformel, Modifikationsbeschreibung, Molekulargewicht und CAS-Nummer sollten dasselbe definierte Material beschreiben. Übereinstimmung zwischen Feldern ist eine Konsistenzprüfung, keine analytische Bestätigung des Behälterinhalts.
Achten Sie auf Satzzeichen und Zusätze. Begriffe wie Acetat, Trifluoracetat, Hydrochlorid, Amid, freie Säure, Hydrat oder Lösung können wesentlich unterschiedliche Datensätze beschreiben. Ist der Produktname abgekürzt, bewahren Sie die ausgeschriebene Form in der kontrollierten Datenquelle und verwenden Sie die Abkürzung nur als Suchsynonym.
Häufige Gründe für unterschiedliche Werte verstehen
Zwei Quellen können verschiedene Molekulargewichte zeigen, weil sie unterschiedliche Formen bezeichnen, mittlere statt monoisotopische Masse verwenden, Gegenionen ein- oder ausschließen, anders runden oder einen Fehler enthalten. Zwei Datensätze können unterschiedliche CAS-Nummern zeigen, weil sich einer auf die Stammverbindung und der andere auf ein Salz oder eine definierte Form bezieht. Die Abweichung muss untersucht, nicht gemittelt werden.
Erfassen Sie jede Quelle, Abrufdatum, angegebene Form und Wert im Prüfnachweis. Fragen Sie den Dokumentverantwortlichen, welche Form tatsächlich geliefert wird und welcher Wert auf Etikett, COA, SDS und öffentliche Seite gehört. Lösen Sie keinen Widerspruch durch Wahl der Zahl, die in Suchergebnissen am häufigsten erscheint.
Was diese Felder nicht beweisen
Ein plausibles Molekulargewicht beweist weder Identität, Reinheit, Gehalt, Konzentration, Sterilität, Stabilität noch Packungsinhalt. Eine gültige CAS-Nummer beweist nicht, dass ein Lieferant das Material besitzt, eine Charge existiert oder ein Angebot rechtmäßig ist. Keines der Felder ist eine Zertifizierung.
Verwenden Sie diese Werte innerhalb ihrer Grenzen zur Identifikation und Datensatzverknüpfung. Produktspezifische Aussagen erfordern weiterhin bestätigte Dokumentation; rechtliche oder werbliche Zulässigkeit erfordert eine separate rechtsraumspezifische Prüfung. Diese Trennung ist besonders wichtig, wenn eine Produktkategorie verschreibungspflichtige, nicht zugelassene, kontrollierte oder anderweitig eingeschränkte Materialien enthalten kann.
Einen sauberen technischen Datensatz aufbauen
Speichern Sie für jeden Katalogeintrag formale Bezeichnung, Katalognummer, Materialform, Molekulargewicht mit Grundlage und Einheiten, bestätigte und zutreffende CAS-Nummer, Formel- oder Sequenzquelle, Quelldokument, Revision und Prüfstatus. Machen Sie unbekannte Werte ausdrücklich kenntlich. Ein leeres Feld darf nicht stillschweigend Daten einer anderen Variante übernehmen.
Erklären Sie auf einer öffentlichen Wissensseite die Felder, ohne unbestätigte Produktdaten anzugeben. Veröffentlichen Sie auf einer Produktseite nur für den genauen Datensatz bestätigte Werte. Ändert sich ein Feld, bewahren Sie vorherigen Wert und Grund im Prüfverlauf, damit Prüfer erkennen, ob ein Fehler korrigiert oder eine neue Form abgebildet wurde.
Definitionen und Referenzen
IUPAC: relative Molekülmasse · IUPAC: molare Masse · CAS Registry
- Chemische Kennungen werden als Felder zur Datensatzverknüpfung erklärt, nicht als Beweis für Qualität, Rechtmäßigkeit, Verfügbarkeit oder Eignung.
- Produktspezifisches Molekulargewicht, Formel, Sequenz oder CAS-Wert dürfen nicht ohne Nachweise zur genauen Form ergänzt werden.
- Es sind keine klinischen, dosierungs-, behandlungs- oder menschenanwendungsbezogenen Interpretationen enthalten.